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| Studentenaustausch Karlsruhe 2008/2009 |
Der Internationale Frauenclub Karlsruhe unterstützt seit 1968 das inzwischen 51 Jahre alte deutsch-amerikanische Studentenaustauschprogramm seines Dachverbandes VDAC finanziell und praktisch durch ehrenamtliche Mitarbeit von Mitgliedern. Die finanziellen Mittel werden aus den Pfennigbasarerlösen bereitgestellt, da der Pfennigbasar zur Finanzierung des Studentenaustauschs gegründet worden war. Z. Zt. kommen zwei amerikanische Stipendiaten/innen jährlich nach Karlsruhe und werden hier vom Club betreut. Im Austausch studieren die Karlsruher Studenten/innen im Rahmen des Programms mit einem Stipendium an einem College oder einer Universität in den USA.. Bis heute waren das 133 Karlsruher und 48 Amerikaner. Mit der Unterstützung des Studentenaustauschs erfüllt der Internationale Frauenclub sein wesentliches Clubziel, nämlich die Förderung der Völkerverständigung und der Toleranz. Weitere Informationen über den Studentenaustausch über www.vdac.de oder info-studentenaustausch@iwc-karlsruhe.com. Zwei Amerikanerinnen studieren im Studienjahr 2008/2009 in Karlsruhe: Claire Kane von der Central Michigan University in Mount Pleasant, Michigan (Intl. Business, Deutsch). Melissa Rivera von der University of Delaware in Newark, Delaware (Biologie, Deutsch) Sieben Karlsruher Studenten/innen studieren im Studienjahr 2008/2009 in den USA (von 28 Studenten deutschlandweit):
Lien Bui - Bowling Green State University, Ohio Thomas Gerber - Union University , Schenectady, New York Jonathan Gumpp - Union University , Schenectady, New York Luitpold Staudigl - Union University , Schenectady, New York Miriam Haltmayer– Central Michigan University, Mount Pleasant, Michigan Julian Mihajlovic – Troy University, Troy, Alabama Sarah Zhang - Georgia Institute of Technology, Atlanta, Georgia |
| Erfahrungen in USA (Bericht von Matthias Roß) |
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Die komischste Frage die man mir in den USA über meine Heimat je gestellt hat, ist die, ob es in Deutschland denn eigentlich schneit. Für jemand, der wie ich aus dem Schwarzwald kommt - einer Gegend die ja nicht gerade für ihre tropischen Temperaturen bekannt ist - eine doch eher überraschende Frage. Wie man sieht, ist das Wissen in den Vereinigten Staaten über Deutschland nicht so übertrieben groß. Dafür ist das Interesse um so größer. Ich habe ein Jahr an der University of Florida in Gainesville studiert und jedes Semester fangen dort etwa 100 Studenten an, Deutsch zu lernen. Gainesville ist eine kleine Stadt in Zentralflorida und macht einen eher verschlafenen Eindruck. Zu Gründungszeiten hieß Gainesville noch "Hogtown", frei übersetzt: Saudorf. Das Klima ist feucht und heiß (sehr, sehr heiß) - Gainesville wäre eigentlich ein Sumpf, wenn der Mensch nicht wäre. Von allen Bäumen hängt hier Spanish Moss herunter - unerlässliche Requisiten, wenn man in einem Film einen Sumpf als solchen kenntlich machen will - und verleiht der Stadt einen leicht morbiden Charme. Wenn man hier entlang läuft, dann versteht man wie Hollywood auf die Idee kam, dass der Teufel aus Gainesville kommt (The Devil's Advocate). Andererseits ist Gainesville aber auch Heimat der University of Florida, deren 50 000 Studenten sie zur drittgrößten Uni der Vereinigten Staaten machen. Um euch nur mal eine Vorstellung zu geben, der Campus der Universität ist ca 20 Quadratmeilen groß, und umfasst neben mehr als 900 Gebäuden einen Golfplatz und zwei Seen, Lake Alice und Lake Wauburg, auf dem man sogar Wasserski fahren und an dem man Segelboote ausleihen kann. Da kann man auch schwimmen, wenn man will und sich nicht an den Alligatoren stört. Darüberhinaus gibt es auf dem Campus noch das Footballstadion der Gators mit seinen stets ausverkauften 90 000 Plätzen, das gerade noch weiter ausgebaut wird. Man muss sich das mal vorstellen: Das Stadion fasst 90% der Bevölkerung der Stadt (Studenten nicht mitgezählt) und es ist immer ausverkauft. Ich dachte ja immer wir Deutschen wären fußballverrückt, aber die Amis und ihr Football... Wahnsinn! Wenn hier ein Spiel ist, wird der gesamte Campus zur Partymeile und es geht zu wie bei uns nur zur Fußball-WM. Und an diesem Ort habe ich jetzt zwei Semester Germanistik studiert. Wo wir schon bei der komischsten Frage waren, die mir je gestellt wurde: Die häufigste Frage, die mir gestellt wurde, war die, warum man denn zum Germanistik studieren in die USA geht. Die simple Antwort darauf ist, dass ich eine andere Perspektive auf mein Studienobjekt gewinnen, auch mal eine andere Kultur näher kennen lernen wollte. Ob mir das gelungen ist? Ja! Ein Jahr in den Vereinigten Staaten zu verbringen, war die beste Erfahrung meines Lebens. Ich habe viel gesehen und noch mehr über das Land erfahren, mehr als das: ich habe es erlebt und habe Freundschaften gesammelt, von denen ich mir sicher bin, dass sie noch lange halten werden. Ich kann es nur jedem empfehlen, so einen Austausch einmal mitzumachen. Nicht nur, dass man die USA kennen lernt; man erfährt auch viel über sich und die eigene Kultur. Mir zum Beispiel wäre nie aufgefallen, wie faszinierend Fasnacht doch eigentlich ist, wenn ich nicht versucht hätte ein paar Amerikanern zu erklären, was das ist. Aber lassen wir das. Mein Fazit ist jedenfalls, dass meine Zeit in den USA ein fantastisches Erlebnis war, das ich um keinen Preis der Welt missen möchte. Ich danke dem Internationalen Frauenclub, dass er mir das ermöglicht hat! |